2020 – Gartentipp 27 – Ein Feiertag für das Obst

Kennen Sie den „Internationalen Tag der Früchte“ oder den „Tag des Obstes“ am 1. Juli? „Ein passendes Datum, denn der Garten bietet nun eine Palette an bunten essbaren Früchten“, freuen sich die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.
Ein vielgestaltiger Garten, in dem auch Obstgehölze integriert sind, ist wahrerer Luxus. Er schenkt frische Früchte und damit Wohlgenuss und Gesundheit. Obst gehört zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung dazu.

Obst für viele

Initiatoren und Ideengeber waren ehemalige Studierende einer Berliner Hochschule, die 2007 den ersten ‘International Fruit Day‘ im Berliner Mauerpark feierten. Ansatz war der Gedanke an gemeinsames Essen, vorzugsweise von Obst. Alljährlich wird nun eine Frucht des Jahres gewählt und ein passendes Motto herausgegeben.
Der „Früchte-Feiertag“ kann auch für uns Gelegenheit sein, sich mit der Familie oder ein paar Freunden zu einem Obstpicknick zu treffen. Oder ein „Walking Tasting“? Ein bisschen durch den Garten schlendern, ins Gespräch kommen und mal hier und da Früchte naschen. Diese bietet uns der Obstgarten nun reichhaltig.
Beerensträucher und andere Obstgehölze gehören in einen Naturgarten. Die Blüten, die manchmal schon bald im Jahr erscheinen dienen den Bienen und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Über viele Wochen liefern die verschiedenen Arten Pollen und Nektar. Gleichzeitig werden die Blüten bestäubt und schenken uns wohlschmeckende Früchte.

Sommerliche Obsternte im Garten

Himbeeren

Felsenbirne

Der eigene Garten bietet jetzt reifes Obst in Hülle und Fülle: heißbegehrte rote Erdbeeren und köstliche Himbeeren, blaue Heidelbeeren, säuerliche Johannisbeeren in rot, weiß, rosa und schwarz sowie Stachelbeeren mit grünen oder roten kugeligen Früchten. Frühe Süßkirschen sind schon abgeerntet, späte folgen noch, ebenso Sauerkirschen. Auch beim Wildobst wird man fündig: die kugeligen dunkelroten Früchte der Felsenbirne ähneln den Heidelbeeren, auch geschmacklich. Hat man einen Maulbeerbaum im Garten, so zeigen sich auch hier schon die ersten reifen Früchte. Später folgen Brombeeren, Aprikosen und Pfirsiche.
Eine gefüllte Ernte-Schale zeigt uns die Vielfalt des Obstes, auch in der Verwendung. Ganz vorne steht natürlich der Frischverzehr: z.B. Beeren fürs morgentliche Müsli, der Snack in der Brotzeitbox oder den Obstsalat. Beliebt sind Kuchen mit Früchten. Kann die empfindliche Ernte nicht sofort verzehrt werden, gibt es verschiedene Konservierungsmöglichkeiten wie Tiefgefrieren oder Verarbeiten zu Fruchtaufstrichen. Dann lässt sich auch später im Jahr der Sommer mit Sonnenfrüchten ein weiteres Mal genießen.

Frische Beeren für die meisten

Stachelbeeren

Erdbeeren im Balkonkasten

Beerenobst benötigt wenig Platz und eignet sich daher auch für kleine Gärten. Selbst auf dem Balkon oder der Terrasse kann es in einem großen Gefäß kultiviert werden. Da die Pflanzen in der Regel ausreichend winterhart sind, liefern sie über mehrere Jahre frische Früchtchen.
Beerensträucher sind pflegeleicht, da sie oft nur gelegentlichen Auslichtungsschnitt sowie ausreichend Wasser, vor allem von der Blütezeit bis zur Ernte, benötigen.

 

 

(Bildautor: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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