2020 – Gartentipp 34 – Mein Garten – mein Schlaraffenland

Bellamira-Frucht

Paprikavielfalt

Der Garten bietet nun eine Fülle an reifem Gemüse und Obst. „In den Sommerwochen ist Schlemmen angesagt“, schwärmen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie. Während Erntekörbe schnell mit leckeren Köstlichkeiten gefüllt sind, leuchten bunte Blüten und schmücken Beete und Vasen.
Aber nur ein vielfältiger Garten bietet eine solche Üppigkeit. Menschen und Tiere fühlen sich wohl im heimischen Schlaraffenland und genießen die warmen Sommertage.

Reiche Ernte auf dem Gemüsebeet

Tomatenernte

Paprikafrüchte

Wichtig ist regelmäßiges Durchpflücken. Einerseits legt die Pflanze ständig neue Blüten und Früchte an, andererseits erhalten wir somit immer junges und reifes Gemüse. Zucchini lässt man besser nicht zu groß werden. Besonders zart sind die Früchte bei einer Ernte von 20 bis 25 Zentimetern. Auch bei Bohnen wartet man nicht zu lange. Sonst werden sie zäh und setzen Samenkörner an.
Ausreifen hingegen müssen Tomaten. Dann schmecken sie am besten, haben ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis und ihr typisches Aroma. Orange, rot, schwarz oder gelb liegen die Tomaten verzehrfertig im Erntekorb. So unterschiedlich die Farben, so verschieden sind Geschmack, Form und Größe. Dattelförmig, rund oder gebuchtet, winzig klein bis handgroß präsentieren sich die Tomatensorten. Ähnlich vielfältig zeigen sich Paprika-Früchte: spitz, blockig, klein oder faustgroß, in den Farben gelb, orange, rot, braun oder violett. Grün sind sie zunächst alle und färben mit zunehmender Reife um.
Doch der Gemüsegarten bietet noch mehr: Gurken, Auberginen und Mangold können stetig geerntet werden. Frühkartoffeln kommen aus dem Boden, wenn das Laub abstirbt. In einem warmen sonnigen Sommer wachsen sogar (Mini-)Melonen. Erste saftige Früchte sind nun reif.

Erntesegen im Obstgarten

Brombeerfrüchte

Äpfel am Zweig

Viele Obstarten reifen im Sommer: saftige Pfirsiche, (Früh-)Zwetschgen und süße Mirabellen. Hier stehen wir oft in Konkurrenz mit Wespen. Nach den Johannisbeeren läuft schon einige Zeit die Ernte von Heidelbeeren sowie den leckeren Herbsthimbeeren und Brombeeren. Pflücken Sie alle zwei Tage die köstlichen Früchte. Erntet man nicht rechtzeitig, fallen die Beeren ab oder werden von der Kirschessigfliege geschädigt.
Manch einer wartet schon auf den ersten Apfel im Jahr. Die ersten Frühäpfel sind sogar schon durch, da sie nicht haltbar sind und sofort verzehrt werden. Jetzt kommen weitere Sorten und erste Birnen.

Wohin mit den vielen Köstlichkeiten?

Kartoffelernte

kleine runde Tomaten

Am besten ist das sofortige Genießen des frischen Obst und Gemüses. Doch manchmal ist es so viel, dass ein Sofortverzehr nicht möglich ist. Doch bei vielen Gerichten kann man in Gemüse schwelgen da fällt der Verzicht auf Fleisch nicht schwer; sei es Gazpacho, Ofen- oder Grillgemüse, bunte Salate oder Smoothies. Kuchen, Chutneys und Aufstriche schmecken herzhaft mit Gemüse oder süß mit Obst. Frisches Erntegut kann auch eingefroren werden und später weiter genutzt und verwertet. Kräuter lassen sich durch Trocknen, Tiefgefrieren und als Kräutersalze konservieren.
Verschenken Sie Freude indem Sie Ihr üppiges Erntegut mit Freunden und Nachbarn teilen, die nicht den Luxus eines Gartens besitzen.

Bunte Blumen im Beet

Schmuckkörbchen

Mit Sommerblumen zaubern Sie den Sommer in die Wohnung. Üppige Sträuße verwandeln das Zimmer in ein Sommerparadies. Der Schnitt regt viele Pflanzen wieder zur Neubildung von Knospen an. Manche Sommerblumen wie Schmuckkörbchen und Ringelblumen haben bereits Samen angesetzt. Diese können Sie sammeln, um sie im nächsten Jahr auszusäen.

 

 

 

(Bilder: Christine Scherer und Isolde Keil-Vierheilig© Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim sowie Bayerische Gartenakademie)

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/252113/index.php