2020 – Gartentipp 49 – Es ist Advent

Die besinnliche Zeit des Advents beginnt mit dem Entzünden der ersten Kerze. In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Zuhause ein wichtiger Ort des Lebens geworden. Da macht man es sich gemütlich und dekoriert weihnachtlich. Warum nicht auch mit Naturmaterialien? Im Garten oder bei Spaziergängen wird man fündig, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die Natur bietet vieles, was sich in weihnachtliche Arrangements und Dekorationen einbinden lässt. Nutzen Sie die Zeit allein, mit dem Partner oder der eigenen Familie und lassen Sie sich inspirieren.

Adventliche Dekorationen

Besonders schön und einfach ist das Gestalten mit Zapfen. Und die Vielfalt ist groß: kleine Zapfen der Erle im Kontrast zu sehr großen Kiefernzapfen. Besonderheiten sind sicherlich die Zapfen der Sumpfzypresse. Aber auch Lärche, Scheinzypresse und Douglasie besitzen schöne Zapfen. Übrigens echte Tannenzapfen findet man nicht, denn bevor sie zu Boden fallen haben sie sich in einzelne Schuppen gelöst. Das Zapfensammeln lässt sich gut mit einem Waldspaziergang verbinden. Zapfen können einzeln dekoriert werden, mit Gold besprüht, aufgehängt oder auch nur eine Menge in einer großen Glasvase gesammelt werden. Kombiniert mit einer kleinen Lichterkette oder mit Glaskugeln, erstrahlt das Gefäß in weihnachtlichem Glanz.

Der Zierapfel aus dem Garten lässt sich ebenfalls für eine winterliche Dekoration nutzen. Allerdings müssen Sie den Zweig abschneiden und ins Haus bringen bevor tiefere Fröste einsetzen Dann lassen sich die Mini-Äpfel sehr vielseitig verwenden, die durch ihre Form und Farbe ein bisschen kleinen Christbaumkugeln ähneln. Ganz einfach geht es, wenn man Fruchtzweige schneidet und sie in eine Vase stellt. In Kombination mit dem Grün von Nadelgehölzen wie Eibe und Tanne kommen die Früchte besonders zur Geltung. Befinden sich noch Flechten am Ast der Zieräpfel unterstreicht dies die Natürlichkeit. Abgeschnittene Fruchtbüschel schmücken Kränze und Gestecke.

Moos, Flechten, bizarre kahle Zweige besetzt mit Hagebutten oder Schlehen, Samenstände von Stauden und Clematis…… so vieles lässt sich für eine natürliche adventliche Dekoration verwenden. Mit Licht und Kugeln kombiniert wirkt es besonders festlich.

Ausgefallen ist ein Weihnachtsschmuck mit getrockneten Chili-Früchten. Die sehr scharfe Sorte ‘Lila Luzy F1‘ trägt den Sommer über kleine Früchte in den Farben lila, gelb, orange und schließlich rot. Die etwa drei Zentimeter großen kompakten Früchte trocknen schon gut an der Pflanze ein oder man trocknet sie zum Zeitpunkt der Rotfärbung. Durch das intensive und anhaltende leuchtende Rot erleben Weihnachtsdekorationen eine neue „Schärfe“.

Barbarazweige

Vergessen Sie den 4. Dezember nicht. Am Barbaratag werden traditionell Tag Zweige von Kirschen oder anderen winter- und frühlingsblühenden Gehölzen wie Winterjasmin, Forsythie, Apfel, Zierquitte, Pfirsich, Mandel, Zierkirsche und anderen geschnitten. Stellen Sie dazu die Triebe in ein Gefäß mit handwarmem Wasser, das alle paar Tage gewechselt wird. Sie sollen bis Weihnachten erblühen. Fröste vor dem Schnitt sorgen für ein gleichmäßiges Erblühen der Knospen.

Übrigens können Sie bis ins Frühjahr hinein derartige Zweige immer wieder neu aus dem winterlichen Garten in die Wohnung holen. Ganz nebenbei lichten Sie so Ihre Blütensträucher oder Obstbäume aus, verjüngen diese und fördern die Vitalität der Pflanze. Achten Sie vor dem Schneiden auf die Knospen am Trieb. Dicke Knospen bringen Blüten hervor, spitze und dünne Knospen dagegen Blätter.

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie, LWG Veitshöchheim)

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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