Fruchtwechsel
Die meisten miteinander verwandten Gemüsearten
sind aufgrund ihrer Wurzelausscheidungen als Nachbarn und im Nachbau unverträglich. Werden
wiederholt Gemüse aus der gleichen Familie auf demselben Beet kultiviert, können sich
Krankheiten auf diese übertragen und Schädlinge vermehrt ausbreiten. Bei einem planvollen
Fruchtwechsel werden Gemüsearten aus der gleichen Familie erst nach einer Pause von
3-4 Jahren, in besonderen Fällen von bis zu 7 Jahren auf demselben Beet angebaut. Die
Kenntnis der Zugehörigkeit einer Pflanze zu einer bestimmten botanischen Familie ist
daher für den Anbauerfolg entscheidend (siehe Tabelle).
| Familie |
Art |
| Kreuzblütler |
Kopfkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Rettich, Radies, Meerrettich, Kresse |
| Doldenblütler |
Möhre, Fenchel, Pastinake, Sellerie, Dill, Petersilie, Kerbel, Kümmel |
| Korbblütler |
Salat, Endivie, Chicorée, Löwenzahn, Topinambur, Schwarzwurzel, Artischocke |
| Gänsefußgewächse |
Mangold, Spinat, Rote Rüben |
| Liliengewächse |
Zwiebel, Porree, Schnittlauch, Knoblauch, Spargel |
| Nachtschattengewächse |
Aubergine, Tomate, Paprika, Kartoffel |
| Schmetterlingsblütler |
Erbsen, Bohnen, Lupinen, Wicken |
| Kürbisgewächse |
Gurke, Kürbis, Melone, Zucchini |
| Baldriangewächse |
Feldsalat |
Die Einflüsse der Vorgängerpflanzen lassen sich auch im positiven Sinne nutzen:
Schmetterlingsblütler wie Erbsen, Bohnen, Lupinen und Wicken sammeln in ihren Wurzeln
Stickstoff, von dem anspruchsvollere Arten als Nachkultur, z. B. Kartoffeln, Gurken oder
Zucchini, profitieren. Für die Behebung von Bodenmüdigkeitserscheinungen ist die Wirkung
einiger Sommerblumen (Tagetes, Gaillardia, Rudbeckia, Coreopsis, Calendula) und Getreidearten
(Roggen, Mais) als Gegenspieler von Nematoden (Fadenwürmer) interessant. Die Pflanzen halten
die Schädlinge mit ihren Wurzeln fest und hungern sie aus.
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