"Öko-Erden" sind torfreduzierte oder torffreie Blumenerden, die inzwischen von nahezu allen namhaften Substratherstellern angeboten werden. Dabei kommen überwiegend die oben erwähnten Torfersatzstoffe sowie in geringerem Umfang auch Holzhäcksel, Kokosfasern und Reisspelzen zum Einsatz. Diese Erden besitzen gegenüber reinen Torfsubstraten eine höhere biologische Aktivität und neigen mit der Zeit zu einem Anstieg des pH Wertes. Dadurch kann Stickstoff und Eisenmangel auftreten, was aber durch eine gezielte ergänzende Düngung behoben werden kann. Darüber hinaus weisen "Öko Erden" meist eine geringere Fähigkeit auf, Wasser zu speichern. Auch dieses Problem kann man in den Griff bekommen, wenn man häufiger mit verringerten Wassergaben je Gießvorgang gießt. Aus der geringeren Wasserhaltefähigkeit erwächst sogar ein Vorteil: Wegen der schnell abtrocknenden Oberfläche können sich kaum unerwünschte Pflanzen ansiedeln.
"Komposte, Rindenhumus und Holzfasern", also Torfersatzstoffe, die bei der Bodenverbesserung eingesetzt werden, lassen sich auch als Substratbestandteile für Topf und Kübelpflanzen verwenden. Hier können diese Produkte, gemischt mit Torf, die Substratqualität positiv beeinflussen. Mischungen mit maximal 20 Vol.-% Bioabfallkompost, 40 Vol.-% Grüngutkompost sowie mit 30 bis 40 Vol.-% Rindenhumus oder Holzfasern zeigen bei vielen Kulturen günstige Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum.