Gartengeräte wie der Spaten, die Schere,
das Messer, die Grabgabel, die Schubkarre und der Rasenmäher, sind wertvolle Hilfsmittel,
die uns die Arbeit im Garten erleichtern. Im Winter sollten sie deshalb fachgerecht
gewartet werden, damit sie für die anfallenden Arbeiten im nächsten Gartenjahr richtig
einsatzbereit sind. Die gute Qualität des Gartenwerkzeuges und dessen einwandfreier
Zustand gewährleisten eine lange Haltbarkeit, problemlosen Umgang und somit Freude bei
der Arbeit. Aus diesem Grund ist anzuraten, beim Kauf auf die Qualität und die geprüfte
Sicherheit, besonders bei Leitern sowie bei elektrischen oder motorgetriebenen Geräten zu
achten. Da qualitativ hochwertige Produkte meist mehr kosten, sollte nach dem Grundsatz
gehandelt werden, lieber weniger, dafür aber gezielt einzukaufen. überlegungen, welche
Arbeiten im Garten anfallen, ob und welches Werkzeug dafür benötigt wird und ob die Größe
des Gartens die Anschaffung rechtfertigt, können dabei hilfreich sein.
Inhalt
Grundsätze zur Lagerung und Pflege von Gartengeräten
Konkrete Hinweise für die Winterpflege von Gartengeräten
Pflegemaßnahmen für einige wichtige Gartengeräte
Grundsätze zur Lagerung und Pflege von Gartengeräten
Um die stete Betriebsbereitschaft
und -sicherheit der Gartengeräte zu gewährleisten, ist es ratsam, auch während
der laufenden Gartenarbeit einige Grundsätze bei Unterbringung, Lagerung und
Pflege zu berücksichtigen:
Die Pflege der Gerätschaften und Materialien für die Gartenarbeit beginnt mit der Unterbringung.
Günstig ist ein von Wind und Wetter geschützter Raum wie beispielsweise die Garage, der Keller
oder im besten Fall ein eigenes Gerätehäuschen. In einem solchen Raum können zur übersichtlichen,
sauberen und sicheren Aufbewahrung Regale, Stielklemmen, Wandhaken, Gerätehalter, -klammern,
-ständer und -haken angebracht werden. Für Elektrogeräte sowie Geräte mit Verbrennungsmotor ist
eine frostfreie Lagerung notwendig.
Die Lebensdauer der Werkzeuge, die zur Erdbearbeitung, zum Schnitt von Pflanzen oder zur Pflege
von Rasen eingesetzt werden, steigt beträchtlich, wenn nach deren Gebrauch eine Säuberung von Erde
und Pflanzenresten erfolgt. Diese Reinigung kann, je nach Gerät, entweder trocken, feucht oder
naß mit einem alten Lappen, einer Wurzelbürste, einem Handbesen o. ä. durchgeführt werden. Beim
Gebrauch von Wasser sind nach der Reinigung die Metallteile unbedingt zu trocknen, um ein Rosten
zu verhindern.
Geräte, die bei der Düngung oder beim Pflanzenschutz Verwendung finden, sind
grundsätzlich nach jedem Einsatz sorgfältig zu reinigen, besonders dann, wenn
für diese Maßnahmen das gleiche Gerät verwendet wird. Dabei ist unbedingt zu
berücksichtigen, daß Restmengen vieler Mittel einer besonderen Entsorgung
bedürfen.
Wenn an Geräten Schäden auftreten und Selbstreparaturen durchgeführt werden,
ist es empfehlenswert, vor der Reparatur zunächst einmal die Gebrauchsanleitung
zu lesen und die eventuell bestehenden Garantieleistungen des Herstellers zu
berücksichtigen. Können Schäden nicht selbst behoben werden, sollte das Gerät
in ein Fachgeschäft gebracht werden.
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Konkrete Hinweise für die Winterpflege von Gartengeräten
Für die überwinterung von Geräten
ist es wichtig, alle Metallteile in einen trockenen Zustand zu bringen und
danach mit rosthemmenden Mitteln zu behandeln. Bewegliche Teile sollten geölt
oder eingefettet werden, wobei mit Einfetten eine nachhaltigere Wirkung zu
erzielen ist. Zum Einreiben ist es günstig, Pflanzenöl zu verwenden, das in
einer dünnen Schicht mit einem öligen Lappen aufgebracht wird. Stumpfe Teile
sind zu schärfen, Geräteteile aus Holz zur eigenen Arbeitssicherheit auf
Beschädigungen zu überprüfen und ggf. auszuwechseln. Auch die Festigkeit der
Stiele ist zu testen.
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Pflegemaßnahmen für einige wichtige Gartengeräte:
| Gartengerät |
Pflegemassnahme |
| Beil |
Klinge mit Feile oder Schleifstein nachschärfen; den Stiel auf Beschädigungen überprüfen und, wenn nötig, auswechseln. |
| Gartenschlauch |
Wasser entleeren; Gartenschlauch entweder auf dem Schlauchwagen oder in großen Ringen an einem Schlauchhalter trocken aufbewahren. |
| Gießkannen |
Wasser entleeren, Brausen entfernen, säubern bzw. entkalken und von Schmutz befreien; Kannen entweder auf den Kopf stellen oder flach auf den Boden legen, besser aufhängen. überwinterung am besten im Geräteraum, aber auch im Freien möglich. |
| Häcksler |
Auf keinen Fall mit Wasser abspritzen; Wartung nach Gebrauchsanleitung; Schlagwerkzeuge mit öligem oder fettigem Lappen behandeln, evtl. Pflegespray verwenden. Messer nachschleifen und austarieren. Wenn nötig, Reparatur durch einen Fachbetrieb. |
| Harke (Rechen) |
Bei Holzrechen, wenn erforderlich, Zähne nachsetzen, Stiel überprüfen und ggf. glätten oder erneuern. |
| Heckenschere |
Schleifen bzw. schleifen lassen, Schwert mit einem öligen oder fettigen Lappen abreiben, evtl. mit Pflegespray behandeln. Bürsten am Elektromotor überprüfen. |
| Leiter |
Sprossen auf Sicherheit überprüfen. Dazu Holzleiter auf einen ebenen festen Untergrund legen und mit beiden Beinen kräftig wippend auf jede einzelne Sprosse steigen. Holme auf Beschädigungen überprüfen, dazu Leiter auf 2 Böcke legen, die auf je 1/3 der Leiterlänge untergestellt werden. In der Mitte sollten die Holme das Gewicht eines wippenden Mannes aushalten. |
| Messer, Gartenscheren |
Klinge auf einer Seite schleifen, dann abziehen und mit einem öligen oder fettigen Lappen abreiben oder mit Pflegespray behandeln. Gartenscheren schleifen oder ggf. Klingen erneuern. |
| Pflanzenschutzgeräte |
Entleeren und ggf. mit Aktivkohle reinigen; Spritzgestänge und Düsen auf Beschädigungen überprüfen; Schläuche auf Dichtigkeit untersuchen. Siebe von Resten der Behandlungsmittel reinigen. Steinmehl aus den Zerstäubern restlos entfernen. |
| Rasenmäher |
Zur Vorreinigung niemals mit Wasser abspritzen. Wartung nach Gebrauchsanleitung, ansonsten Zündkerzen säubern und den Zündabstand nachmessen; Auspuff und Vergaser säubern, wenn nötig, neu einstellen; bei Benzinmotoren den Luftfilter kontrollieren; den ölstand regelmäßig überprüfen; zum Einwintern den Benzintank bei Zweitaktmotoren entleeren bzw. den Motor beim letzten Mähen leerfahren; Kraftstoffsieb reinigen; bei Viertaktmotoren den Vergaser säubern; Messerbalken nachschleifen und auswuchten (evtl. durch einen Fachbetrieb); Kühlrippen säubern; Bowdenzüge überprüfen und nötigenfalls mit Fett oder Öl gängig machen, Radlager abschmieren und alle beweglichen Teile auf Gängigkeit überprüfen. |
| Sägen |
Blank reiben und mit einem öligen oder fettigen Lappen behandeln. ältere Modelle neu schränken. |
| Schlauchschellen und -kupplungen |
Schellen auf Dichtigkeit und festen Sitz überprüfen; bei Kupplungen testen, ob Dichtungen noch in Ordnung sind und, wenn nötig, erneuern. |
| Schubkarre |
So lagern, daß die Achsen entlastet sind; Achsen schmieren; Luft im Reifen belassen. |
| Sommerleitungen |
Vor dem ersten Frost entleeren; angeschlossene Hähne öffnen. |
| Spaten |
Spatenblatt von anhaftender Erde befreien, mit Wasser abwaschen und einseitig auf der Vorderseite anschärfen; danach mit fettigem oder öligem Lappen abreiben und blank putzen. Stiel auf Beschädigungen untersuchen und nötigenfalls auswechseln. |
| Wasserbehälter |
Wasser vor dem ersten Frost entleeren; Behälter abdecken oder umdrehen, um eine Ansammlung von Wasser zu verhindern. |
| Wasserpumpen |
Entleeren und frostfrei lagern; Wartung nach Gebrauchsanleitung oder von einem Fachbetrieb durchführen lassen. |
| Wühlmausfallen |
Von Erdresten reinigen; Kunststoffteile abwaschen, Metall mit einem öligen Lappen abreiben. |
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Beetrosen (Polyantha-, Floribunda- und Edelrosen)
Bei Beetrosen ist ein alljährlicher Schnitt unbedingt erforderlich, da diese sonst
verkahlen und der Blütenreichtum nachläßt. Als erste Schnittmaßnahme werden alle
abgestorbenen sowie schwachen Triebe, die keinen befriedigenden Wuchs erwarten lassen,
entfernt. Dann werden die Triebe ausgeschnitten, die entweder ins Innere des Strauches
wachsen oder zu dicht stehen und sich gegenseitig kreuzen. Der weitere Rückschnitt erfolgt
nun individuell je nach Wüchsigkeit der Sorte. Stärker wachsende Sorten, die man an kräftigen,
stark ausgebildeten Trieben erkennt, schneidet man auf etwa 6-8 Augen zurück. Schwächer
wachsende Sorten werden auf 3-5 Augen zurückgenommen.
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