Jetzt pflanzen für den Frühling: Herbstzeit ist Wurzelzeit

Jetzt pflanzen für den Frühling: Herbstzeit ist Wurzelzeit (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Jetzt pflanzen für den Frühling: Herbstzeit ist Wurzelzeit

Wir erklären euch worauf es bei Stauden, Gehölzen und Blumenzwiebeln ankommt

 

Der Herbst bietet für viele Gartenpflanzen bessere Pflanzbedingungen als das Frühjahr: Der Boden ist noch warm, die Verdunstung nimmt ab und die Feuchtigkeit unterstützt die Wurzelbildung. Wer jetzt Stauden, Gehölze und Blumenzwiebeln pflanzt, schafft damit gute Voraussetzungen für einen kräftigen Austrieb im kommenden Frühjahr.

Die richtige Pflanze am passenden Standort ist viel wichtiger als später eine besonders aufwändige Pflege. 

 

Stauden: Vor dem Frost einwurzeln

Stauden lassen sich gut im Herbst pflanzen, solange bis zum Winter noch ausreichend Zeit zum Einwurzeln bleibt. In den frühen Herbstwochen können sich die Pflanzen am neuen Standort etablieren und im Frühjahr zügig austreiben. Auch ältere Exemplare lassen sich jetzt noch teilen oder umpflanzen.

Bei der Auswahl kommt es vor allem auf den Standort an. Während Fetthennen sonnige, durchlässige und eher trockene Böden bevorzugen, gedeihen Herbst-Anemonen besser an halbschattigen Standorten mit humosem, ausreichend feuchtem Boden. 
Licht, Boden und Feuchtigkeit schaffen die Grundlage für gesunde Pflanzen und einen vielfältigen Garten.

Verblühte Stängel und Fruchtstände standfester Stauden müssen im Herbst nicht entfernt werden. Sie geben dem Beet Struktur und dienen Insekten als Rückzugsort. Zurückgeschnitten werden sollte nur, was krank oder faul ist.

 

Gehölze: Warm, feucht und wurzelfreundlich

Auch Bäume, Sträucher und Hecken profitieren von einer Herbstpflanzung. Wurzelnackte und ballierte Gehölze sind im Herbst häufig eine besonders gute Wahl. Der noch warme Boden unterstützt die Wurzelbildung, während die Pflanzen keine Blätter mehr versorgen müssen. Nach dem Pflanzen kommt es vor allem auf einen gründlichen Gießvorgang an.

Vor der Pflanzung lohnt sich eine genaue Planung: Wie groß wird das Gehölz? Wie viel Platz braucht es? Bei freiwachsenden Hecken braucht es ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Sträuchern. So schaffen heimische Blüten- und Wildgehölze wie Kornelkirsche, Felsenbirne, Weißdorn oder Hasel Struktur und bieten Vögeln und Insekten Nahrung sowie Rückzugsorte.

Eine Ausnahme bilden frostempfindliche Gehölze. Wein, Kiwi, Pfirsich und Aprikose sollten besser im Frühjahr gepflanzt werden. Generell kann in höheren und rauen Lagen der Frühjahrstermin die sicherere Wahl sein.

 

Blumenzwiebeln: Die Frühjahrsblüte beginnt im Herbst

Wer Krokusse, Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Winterlinge oder Blausternchen im Frühjahr blühen sehen möchte, sollte Blumenzwiebeln im Herbst setzen. 

Unser Tipp: Kombiniert verschiedene Arten miteinander. Damit verlängert ihr die Blühsaison und schafft damit gleichzeitig frühe Nahrungsangebote für Wildbienen und andere Insekten.

Es empfiehlt sich ab September zu pflanzen, der Oktober ist häufig ideal. Je nach Witterung geht es auch noch später, solange der Boden nicht gefroren ist. Als Faustregel gilt: Die Zwiebel doppelt so tief pflanzen, wie sie hoch ist. Kleine Arten kommen in größeren in Gruppen zur Geltung, größere in lockeren Tuffs. Zwischen Stauden oder unter Gehölzen finden sie passende Plätze, an denen sie im zeitigen Frühjahr ausreichend Licht bekommen.

 

Richtig angießen und den Boden schützen

Alle frisch gesetzten Pflanzen müssen nach dem Pflanzen durchdringend gegossen werden, auch bei feuchtem Boden. Eine dünne Mulchdecke aus geeignetem organischem Material hält die Feuchtigkeit und schützt den Boden vor Austrocknung. Bei Gehölzen erleichtert ein Gießrand die Wasserversorgung.