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Erntezeit – bewusst genießen, richtig lagern, nachhaltig planen

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Der Herbst ist die Belohnung für alle, die im Frühjahr gesät und im Sommer gepflegt haben. Nach einem erfreulich guten Gartenjahr 2025 dürfen wir uns über volle Körbe freuen – von knackigen Äpfeln bis zu duftenden Kräutern. Jetzt zeigt sich, wie reich die Natur uns beschenkt, wenn wir im Rhythmus der Jahreszeiten gärtnern.


Doch Erntezeit heißt nicht nur genießen, sondern auch achtsam mit der Fülle umgehen. Was wir selbst anbauen, schätzen wir mehr – und werfen es seltener weg. Gerade in Zeiten steigender Preise ist das ein echter Gewinn. Jetzt lohnt sich also der Blick auf die Praxis: Wie lässt sich die Ernte richtig lagern, konservieren und verwerten, damit möglichst wenig verloren geht? Und wie machen wir den Garten fit für das kommende Jahr?


Bewusst ernten, besser nutzen: 
Noch immer landen viele Lebensmittel in privaten Haushalten unnötig im Abfall – oft aus Unsicherheit, wie man sie richtig lagert oder verarbeitet. Dabei ist es gar nicht schwer, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten länger haltbar zu machen und nahezu komplett zu verwerten. 


Nach der Ernte solltet ihr möglichst zeitnah verarbeiten oder konservieren. Klassische Methoden wie Einfrieren, Einkochen, Dörren oder milchsaures Einlegen sind bewährt und einfach umzusetzen. Auch das Herstellen von Säften oder Smoothies ist beliebt. Sehr reifes Obst, das für den sofortigen Verzehr oder anderweitige Verarbeitung zu viel ist, eignet sich dafür am besten. Selbst Gemüse wie Tomaten, Staudensellerie oder Gurken lassen sich wunderbar in aromatische Drinks verwandeln. 


Nach der Ernte ist vor der (nächsten) Ernte 
Der Herbst ist auch die beste Zeit, um an das kommende Gartenjahr zu denken. Saisonalität und Regionalität sind Grundprinzipien der Gartenkultur. Wenn ihr nach dem natürlichen Jahreslauf gärtnert und verwertet, schont ihr nicht nur Ressourcen, sondern stärkt auch die Resilienz im eigenen Garten sowie die Vielfalt vor der Haustür. Eine gut durchdachte Fruchtfolge schützt die Bodenstruktur, stabilisiert den Wasserhaushalt und sorgt ganz nebenbei für natürlichen Pflanzenschutz. So schafft ihr beste Voraussetzungen für eine reiche Ernte im nächsten Jahr. 


Checkliste für deinen gelungenen, nachhaltigen Ernteabschluss:
•    Schnell verarbeiten oder konservieren: Obst und Gemüse zügig verwerten und haltbar machen.
•    Richtig lagern: Kühl, dunkel, druckfrei und mit Luftzirkulation aufbewahren - das verlängert die Lebensdauer. 
•    Ganz verwerten: Blätter, Schalen und Strünke sind wertvoll – aus Möhrengrün, Radieschenblättern und Co. entstehen Pestos, Fonds oder leckere Pfannengerichte. Aus Gemüseschalen lässt sich eine wunderbare Gemüsebrühe zaubern. 
•    Gezielt anbauen: Im Frühjahr eine Pflanzliste mit Mengen und Erntefenstern anlegen, Sorten staffeln (früh/mittel/spät) und Folgesaaten planen – das hilft, Überschüsse zu vermeiden und die Versorgung gleichmäßig zu gestalten.
 

Weitere Informationen rund um regionale Versorgung, Streuobst, Gemüseverwertung und nachhaltiges Gärtnern findet ihr auf unseren Merkblättern und in unserer Rubrik „Gärtner wissen“.