2024 – Gartentipp 24 – Tipps zu aktuellen Gartenfragen

Biodiversität, Klimawandel, Wassermanagement, Bodenschutz,– dies sind nur einige aktuelle Themen, die auch im Freizeitgarten eine wichtige Rolle spielen. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps wie Sie vieles im eigenen Garten umsetzen und so wertvolles Grün entstehen lassen und erhalten können.

Hilfe zu Fragen und weiteres Wissenswertes bekommen Sie im regelmäßig erscheinenden Gartenblog, Gartentipp und Gartencast sowie in Infoschriften und Broschüren. Der direkte Kontakt ist über das Gartentelefon oder per E-Mail möglich.

Biodiversität fördern

Ein naturnaher Garten ist an Vielfalt kaum zu übertreffen. Auch auf kleiner Fläche können unterschiedliche Lebensräume für Tiere entstehen (Teich, Steinmauer, Totholzhaufen, Wiese, Kompost etc.). Dabei muss nicht alles „wild“ sein. Wilde Ecken können (in größeren Gärten) neben gestalteten Bereichen existieren. Außer Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten spielt das Nahrungsangebot eine große Rolle. Eine durchdachte Bepflanzung ernährt mit Pollen und Nektar von Frühling bis Spätherbst eine Vielzahl von Insekten. Fruchtragende (Wild-)Gehölze bieten Futter für verschiedene Vögel und kleine Säugetiere.

Pflanzen sind genügsam, wenn sie standortgerecht stehen. Manche samen sich aus und gedeihen in Mauerritzen und zwischen Wegeplatten. Wählen Sie aus und lassen Sie Grün zu, um Diversität zu fördern. Nicht nur ein Garten zeigt Vielfalt, auch auf dem Balkon lässt sich vieles verwirklichen. In großen Gefäßen lassen sich Gemüse (Möhren, Radies, Salate, Tomate und andere Fruchtgemüse) sowie Obst kultivieren. Für große Kübel eignen sich Beerenobst-Arten (z.B. Johannisbeere, Stachelbeere, Heidelbeere, Himbeere) und auch kleinbleibende Apfelbäume und Säulenobst findet auf größeren Balkonen Platz. In Balkonkästen gedeihen Erdbeeren. Immertragende Sorten schenken Naschfrüchte viele Wochen lang.

Klimawandel geht uns alle an

Das Wetter spielt zunehmend verrückt: Starke Niederschläge in kurzer Zeit sowie trockene und heiße Sommer. Versiegelte Flächen und „Steinwüsten“ heizen die Umgebung zusätzlich auf. Jedes Grün reduziert die sommerliche Hitze durch Verdunstung und verbessert das Kleinklima. Verwenden Sie zudem Pflanzen, die mit der trockenen Hitze besser zurechtkommen. Dies sind oft Stauden und Gehölze mit grauem oder/und filzigem Laub. Im Gemüsegarten bringt der Klimawandel auch Vorteile. Durch die milden Temperaturen auch noch im Herbst können Sie Herbstsalate und anderes Gemüse oft noch im November problemlos ernten.

Wassermanagement

Auch Hobby-Gärtner wissen wie überaus wichtig ausreichend Wasser für die Pflanzen ist. Regenwasser gilt es von Frühjahr bis Spätherbst zu sammeln und dann bedarfsgerecht an die Pflanzen zu bringen. Vor frostigen Tagen entleeren Sie die Tonnen und vergießen das Wasser an Hecken und Gehölzen. Gemüse und Balkonblumen haben den größten Wasserbedarf, während (Obst-)Gehölze und Stauden nach dem Einwachsen genügsamer sind. Achten Sie auf die Pflanzenauswahl und den Standort. Gewächse in den Beeten gießen Sie weniger oft, aber durchdringend und am besten in den Morgenstunden. Eine Bedeckung mit Mulchmaterial (Rasenschnitt, Miscanthushäcksel, Stroh etc.) deckt den offenen Boden zu und reduziert die Verdunstung. In Töpfen, Kisten und Kästen benötigen die Pflanzen öfter Wasser. Nutzen Sie größere Gefäße, damit das größere Erdvolumen mehr Wasser speichern kann; Alternativen sind Wasserspeicherkästen.

Bodenschutz

Der Boden ist ein sehr wichtiges Gut. Ihn gilt es zu schützen. Bodenpflege ist Bodenschutz. Wichtige Maßnahmen im Garten sind Mulchen, Umgraben (wenn nötig) nicht vor November/Dezember, wenn der Boden „Kühlschranktemperatur“ erreicht hat, Einsäen von Gründüngung auf leeren Beetflächen und so Nährstoffauswaschung verhindern. Zudem fördern Sie mit den Maßnahmen das Bodenleben.

Tipps für den Garten

Tipps und Ratschläge für den Garten bekommen Sie unter anderem bei der Bayerischen Gartenakademie, bei Kreisfachberatern für Gartenbau und Landespflege und Verbänden des Freizeitgartenbaus. Nutzen Sie Tage der offenen Tür, Seminare, Führungen und Fachveranstaltungen. Hier kommen Sie mit Fachleuten und anderen Freizeitgärtnern ins Gespräch.

(Bilder:  Verschiedene Autoren © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

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2024 – Gartentipp 23 – Schnittlauch – beliebtes Würzkraut

Zu den häufig genutzten Küchenkräutern gehört der Schnittlauch (Allium schoenoprasum). Die anhaltende feuchte Witterung hat den Schnittlauch üppig wachsen lassen. Auffallend ist jetzt seine hübsche Blüte, die Bienen und andere Insekten anlockt. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Ratschläge zur Pflege des beliebten Küchenkrautes.

Schnittlauch lässt sich sowohl im Gartenbeet und wie auch in Töpfen und anderen Gefäßen anbauen. Somit kann man ihn stets frisch nutzen.

Schnittlauch-Pflege

Schnittlauch wächst am liebsten in einem nährstoffreichen, kalkhaltigen und nicht zu trockenen Boden ohne Staunässe. Zwiebelgemüse sind eigentlich recht genügsam. Doch für eine reiche und wiederholte Ernte während des Sommers benötigt der Schnittlauch immer wieder Wasser und Nährstoffe. Am besten geschieht dies mit einer stickstoffbetonten Flüssigdüngung. Die Grunddüngung erfolgt im zeitigen Frühjahr mit einer Kompostgabe.

Als Würzkraut nutzt man die bis 30 Zentimeter hohen Röhrenblätter, die je nach Sorte sehr zart oder grob sein können. Beim Ernten schneiden Sie die Blätter am besten mit einem scharfen Messer oder einer Schere bis auf etwa drei Zentimeter ab. In ein mit etwas Wasser gefülltes Glas eingestellt, halten die Halme zwei Tage frisch.

Bilden sich Blüten, so stehen diese auf harten Stängeln. Viele kleine Einzelblütchen bilden eine Scheindolde, die dann meist rosa und lila blühen. Auch Sorten mit rötlichen oder gar weißen Blüten sind möglich. Nach dem Verblühen ist es ratsam die alten Blüten rechtzeitig vor dem Aussamen zu entfernen. Die Samen sind sehr keimfreudig und man läuft Gefahr, dass aus jeder Ritze neuer Schnittlauch wächst. Auch Ameisen vertragen die Samen im ganzen Garten.

Steht der Schnittlauch jahrelang am gleichen Standort hat er oft ein dichtes Wurzelwerk gebildet. Nach dem Rückschnitt ist die beste Gelegenheit diesen Wurzelfilz mit einem Kultivator aufzureißen und damit den Wurzeln mehr Platz zu verschaffen. Schnell bilden sie wieder dichte Horste.

Tritt Schnittlauchrost auf, dann schneiden Sie das Würzkraut komplett zurück. Die grünen Halme sind mit färbenden Rostsporen bedeckt und nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Schnittlauch – schmackhaft und dekorativ

Verwenden Sie die röhrenförmigen Laubblätter des Schnittlauchs am besten frisch in der Küche: sei es im Salat, in Saucen, über Eierspeisen oder einfach nur auf dem Butterbrot. Für die kalte Jahreszeit lassen sich die kleingeschnittenen Röhren auch tiefgefrieren oder trocknen. Die kleinen abgezupften Blütchen zaubern Farbe in einen grünen Salat oder dekorieren andere Speisen. In Blumen- oder Kräutersträußen halten die Blütenkugeln recht lange.

Schnittlauch ist nicht nur ein Küchenkraut. Auch wenn er bei nicht zu trockenem Boden üppig wächst, verträgt die Pflanze auch Trockenheit sehr gut. Deshalb wird sie bei Dachbegrünungen, in Schottergärten und Straßenrandbegrünungen häufig verwendet. Auch als Beeteinfassung in einem Gemüsegarten eignet sich der Schnittlauch und dient als blühender „Buchsersatz“.

Bienen lieben Schnittlauchblüten

Ab Mai beginnt die Blütezeit des Schnittlauchs. Rosa bis zartlila – bei Schnittknoblauch auch in weiß – stehen die typischen Blütenkugeln über den grünen Röhrenblättern und schmücken die Pflanze. Vor allem Bienen, aber auch andere Insekten besuchen nun die Blüten, die Nektar und Pollen bieten. In einem bienenfreundlichen Garten lässt man deshalb immer einen Teil des Schnittlauchs zum Blühen kommen. Nach dem Abblühen jedoch werden das alte Laub und die Blüten entfernt. Nach einer Düngung kann der Schnittlauch bis zum Herbst wieder kräftig durchtreiben.

Schnittlauch auch im Winter

Für den Wintervorrat sticht man im Herbst einen Teil des Schnittlauches aus, entfernt seitlich anhaftende Erde und pflanzt ihn dicht in einen kleinen, nur unwesentlich größeren Topf. Diesen senkt man dann einfach bodengleich wieder in ein freies Beet ein und deckt ihn dünn mit Laub ab. Am besten lässt man die Töpfe ein paar Wochen draußen im Gartenbeet. Die Ballen treiben williger aus, wenn sie zuvor mindestens drei Wochen Temperaturen um den Nullpunkt erfahren haben. Haben Sie nun Lust auf frisches Grün, entnehmen Sie die Töpfe und stellen sie bei etwa 18 Grad Celsius hell am Fenster auf. Nach etwa zwei Wochen können Sie frischen Schnittlauch ernten.

 

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2024 – Gartentipp 20 – Wassersparen im Garten

Wasser ist Elixier des Lebens – für Mensch, Tier und Pflanze, für die gesamte Natur. Anhaltende, sehr ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden zeigen auf, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit Wasser ist. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps und zeigen Möglichkeiten auf, wie auch in trockenen Sommern wertvolle grüne Gartenoasen erhalten bleiben.

Ein sinnvolles Wassermanagement im Garten schont die wertvolle Ressource und bewahrt die Biodiversität.

Wasser sammeln

In Zisternen kann Regenwasser in größeren Mengen ganzjährig gesammelt und gespeichert werden. Sobald es die Witterung im Spätwinter und Frühjahr zulässt stellen Sie Regentonnen auf. Je mehr, umso besser, dann können Sie in der regenarmen Zeit davon profitieren. Vor dem Frost leeren Sie die Behälter jedoch, damit diese über Winter keinen Schaden nehmen, und verteilen das Wasser unter Hecken oder unter anderen Sträuchern und Bäumen. So geht kein Wasser verloren, denn es sickert auch tiefer in den Boden. Gefüllte Gießkannen und Kanister lagern frostfrei im Keller und werden zum Gießen von Zimmer- und verschiedenen Kübelpflanzen genutzt.

Wasser und Boden

Auf sandigen, humusarmen, flachgründigen Böden sind die Auswirkungen von Hitze- und Trockenphasen besonders gravierend. Eine Zufuhr von organischer Substanz (Gründüngung, Kompost, Mist, Laub…) erhöht den Humusgehalt des Bodens. Dieser sorgt für eine gute Bodenstruktur, erhöht die Aufnahme des Regen- bzw. Gießwassers und dessen Speicherfähigkeit.

Eine Bedeckung des Bodens mit organischen Materialien, z.B. angewelktem Rasenschnitt, Gemüseblättern, gehäckselten Grünabfällen, Stroh – jeweils in dünnen Schichten zwischen den Pflanzen hält die Feuchte im Boden länger. Zudem unterdrückt oder verhindert eine solche Mulchschicht das Wachstum von Beikräutern, die eine zusätzliche Wasserkonkurrenz sind. Denselben Effekt hat das Mulchen bewuchsfreier Baumscheiben um Bäume und Sträucher.

Auch verkrustet die Oberfläche nicht, sodass (vor allem starke) Regenfälle in den offenporig gehaltenen Boden besser und ohne Erosion versickern können. Ein flachgründiges Hackendes Bodens unterbricht an der Oberfläche die Abgabe von Feuchtigkeit durch Kapillare (feine Bodenröhrchen). Die somit reduzierte Verdunstung erspart etwa zwei Gießvorgänge.

Wasser und Pflanzenauswahl

Für gute Erträge und Qualitäten benötigt Gemüse ausreichend Wasser. Aussaaten gelingen am besten im Frühjahr bei noch feuchtem Boden, z.B. Möhren, Erbsen, Radies. Wurzelgemüse wie Pastinaken, Möhren, Schwarzwurzeln und Gemüsearten mit dicken Wurzeln wie Mangold und Rote Bete wurzeln tief, kommen mit weniger Wasser zurecht und überstehen auch mal trockenere Zeiten. Nutzen Sie den langen Herbst und pflanzen Sie Herbstsalate und späten Kohl. Wenn es gegen Ende des Jahres wieder feuchter wird, legen die Pflanzen oft noch kräftig an Wuchs zu. Mulchen ist im Gemüsegarten besonders wichtig.

Rasen hat ebenfalls einen hohen Wasserbedarf und müsste regelmäßig durchdringend gegossen werden. In trockenen, heißen Sommern sieht man deshalb oft braune Rasenflächen, denn das kostbare Wasser wird besser anderweitig verwendet. Die Verkleinerung der Rasenfläche oder das Zulassen von robusten Kräutern (Klee, Gänseblümchen, etc.) ist zudem wassersparend. Blumenwiesen und kräuterreiche, extensive, weniger gemähte Flächen benötigen im Gegensatz zu intensiven Rasenflächen keine Zusatzbewässerung im Sommer. Nicht zu begehende Flächen lassen sich mit geeigneten Bodendeckern bepflanzen.

Hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen besitzen einen geringen Wasserbedarf. Sie tragen somit erheblich zum Wassersparen bei. In Staudenpflanzungen lassen sie sich gut integrieren. Beispiele sind rhizom- und knollenbildende Pflanzen sowie Arten mit silbrig-grauem oder kleinblättrigem bzw. gefiedertem Laub, befilzter Blattoberfläche, dicker Epidermis.

Eine Herbstpflanzung von Hecken, Rosen, Obst- und Ziergehölzen hat den Vorteil, dass sie die Winterfeuchte nutzen, erste neue Wurzeln bilden und in einem trockenen Frühjahr erst später zusätzliche Bewässerung benötigen.

Intelligentes Gießen

Gießen Sie weniger oft, aber durchdringend. Bei einem schonenden Gießdurchgang sollten es bei Gemüse schon etwa 20 bis 25 Liter je Quadratmeter sein. Dies durchfeuchtet den Boden auch bis zu 20 Zentimeter tief. Dann reicht es oft nur jeden dritten Tag zu gießen. Während Neupflanzungen von Stauden und Gehölzen auch zwei bis dreimal in der Woche Wasser benötigen, können eingewachsene Pflanzen alle ein bis zwei Wochen durchdringend gewässert werden. Sie wässern nicht mit der Gießkanne? Dann messen Sie ab, wie viel Wasser durch den Schlauch, die Gießbrause oder den Regner kommt, um bedarfsgerecht zu Gießen. Verwenden Sie einen weichen Wasserstrahl, damit der Boden nicht verschlämmt, weggewaschen wird oder schließlich verkrustet.

Gießen Sie am besten am Morgen! Durch die leichte Feuchtigkeit der Nacht und den Tau sowie die kühleren Nachttemperaturen, nehmen Boden und Pflanze das Wasser gut auf. Wasser aus der Leitung nur im Notfall! Es hat nur etwa 8 Grad Celsius. Schon allein deshalb sollte in den frühen Morgenstunden damit gegossen werden, damit die Pflanzen keinen Kälteschock bekommen.

Gießen Sie nicht die Blätter, sondern direkt an die Wurzeln! Beim Gießen überkopf verdunstet eine Menge Wasser, ohne dass die Pflanzenwurzeln etwas abbekommen. Außerdem können sich Pilzkrankheiten entwickeln. Für Tomaten, Zucchini, Gurken und andere einzelnstehende Fruchtgemüse sowie Neupflanzungen von Stauden und Gehölzen eignen sich eingegrabene Töpfe, Pflanzmulden bzw. Pflanzringe. Dann kann das Wasser, auch größere Mengen, langsam und tiefer in den Boden eindringen, ohne die Erde wegzuschwemmen.

 

(Bilder:  Verschiedene Autoren © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

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2024 – Gartentipp 19 – Spätfröste schädigen Obstgehölze

Der milde Winter hat zu einer ungewöhnlich starken Verfrühung der Vegetation und somit auch der Obstblüte geführt. Über drei Wochen eher zeigten sich die Obstgehölze in voller Blütenpracht. „Mehrere Frost-Nächte in der vorletzten Woche haben die Freude auf eine reiche Obsternte jedoch deutlich getrübt“, erklären die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Frühe Blüte und frostige Nächte

Der frühe Flor erhöht das Risiko an Schäden der offenen Blüte oder der kleinen grünen Früchtchen. Der Klimawandel fördert diese fatale Kombination. Und so auch heuer: nach der sommerlichen Wärme Anfang bis Mitte April, brachte der Kälteeinbruch mit Polarluft nach dem dritten Aprilwochenende, je nach Region bis zu minus sieben oder minus acht Grad. Diese Extremtemperaturen führten abhängig von Entwicklungsstand der Blütenknospen, Obstart und Standort zu zahlreichen Schäden. Die voll in Blüte stehenden Obstgehölze sind fast komplett betroffen. Auch die noch knospigen Blüten konnten ebenso schon Schaden nehmen wie kleine Jungfrüchte.

Schäden schon sichtbar

An den Blüten finden wir verbräunte Blütenblätter und schwarze Fruchtknoten, die auch schon in der noch geschlossenen Blüte entstehen konnten. Da Steinobst schon seine Blütenblätter abgeworfen hatte, waren hier die jungen Früchte betroffen. Sie sehen vielfach verbräunt mit verkorkter Fruchthaut aus. Derart geschädigte Teile fallen ab – das kann bis zum Totalausfall führen. Verkorkungen und Berostungen sind Frosteinflüsse, die sich später an Mini-Äpfelchen als sogenannte Frostplatten oder Frostringe äußern.

An Walnüssen, Kiwibeeren und Tafeltrauben sind die fruchtttragenden zarten Neuaustriebe schwarz und welk geworden. Die Ernte ist hier zerstört. Lediglich Trauben und einige Kiwibeeren schieben an schlafenden Beiaugen nochmals fruchtende Triebe nach. In der Hoffnung, dass sie diese Phase gut überstehen, bringen sie jedoch weniger Früchte und schwächere Qualitäten hervor.

Erdbeeren, Heidel-, Johannis- und Stachelbeeren konnten zum Glück durch nächtliche Vliesabdeckung in gefährdeten Nächten geschützt werden.

Weitere Ursachen für schlechte Ertragsaussichten

Alles in allem hängt der unterschiedliche Fruchtbehang stark von den lokalen Temperaturen in den Obstparzellen ab. In geschützten Gärten oder etwas höheren Lagen, die etwas später blühen, kann der Behang besser sein. Zehntelgrade können je nach Blütenzustand (knospig, halb- bzw. voll geöffnet) entscheidend sein, ob der Frost schädigen konnte. Vor allem in der Peripherie der Krone hat es sie mehr erwischt. Kleine Früchte, eher im Inneren des Baumes oder von schützenden Blättern bedeckt, konnten Glück haben.

Folgen der Frosteinwirkungen

Durch die Blüten- und Fruchtschäden hat sich der Behang deutlich bis ganz reduziert. Die geschädigten kleinen, erbsen- bis haselnussgroßen Jungfrüchte verkorken oder fallen ebenso stark ab wie die schlecht befruchteten und bereits von Schädlingen befallenen Exemplare. Bei vollem Behang wäre diese Ausdünnung ebenso zu verschmerzen wie der natürlich vorkommende Junifruchtfall, bei dem der Baum überzählige Früchte abwirft, die er nicht ernähren kann.

Bäume mit nun schwachem Fruchtbesatz bilden verstärkt neue Triebe. Nicht benötigte, überzählige und nach innen wachsende, junge und krautige Schösslinge werden schon in nächster Zeit ausgerissen. Das mag brutal klingen, hat aber Vorteile: schlafende Beiaugen werden ebenfalls entfernt. Außerdem verheilen Risswunden jetzt über den Sommer gut. Zudem entlastet die Triebregulierung den Baum, was ihm vor allem bei Hitze und langer Trockenheit zugutekommt.

 

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2024 – Gartentipp 18 – Weiße Blütensterne auf bayerischen Balkonen und Terrassen

Nach dem Kälteeinbruch in der letzten Woche freuen wir uns sehnlichst auf den Sommer. Typische Beet- und Balkonpflanzen gehören dazu. Jedes Jahr wird eine Bayerische Pflanze des Jahres gewählt. Heuer ist es „Bella Stella“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die pflegeleichte Sternengeranie bringt strahlende Eleganz auf Balkon und Terrasse und wertet jedes Pflanzgefäß auf: „Bella Stella“ – die Sommerbraut.

Die Bayerische Pflanze des Jahres – jedes Jahr neu

Schon seit über 20 Jahren wird eine „Pflanze des Jahres“ gekürt. Die bayernweite Aktion läuft unter dem Dach des Bayerischen Gärtnereiverbandes (BGV). Die Entscheidung fällt bereits im Vorjahr. An der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim wählen Fachleute aus Praxis und Beratung auf dem Gartenleistungs-Prüffeld unter über 800 neuen Sorten ihren Star für das Folgejahr aus. Diesen können Sie dann nach der Pflanzentaufe ab Ende April in vielen bayerischen Gartenfachbetrieben erwerben.

Wunderschön, trotz wenig Pflege

Strahlend weiße, sternförmige Blüten zeichnen diese Geraniensorte Pelargonium zonale ‘Starry White‘ aus. Apart sind auch die rot-orangen Staubgefäße inmitten der weißen Blüten. Die strahlenden Blütensterne stehen über dem satt-grünen Laub und bilden somit einen schönen Kontrast. Die festen und glatten Blätter ähneln einem Gingko-Blatt. Wie andere Geranien verträgt auch die Sternengeranie heiße Sommertage, aber auch kühle Temperaturen und gelegentlich mal Trockenheit. Zu viel Nässe im Wurzelraum schadet ihr. Zuverlässig blüht sie den ganzen Sommer über bis zum Frost. Da sie selbstreinigend ist, brauchen Sie Verblühtes nicht ständig auszupfen. Brechen Sie gelegentlich alte Blüten heraus, schieben rasch neue nach. „Bella Stella“ ist sehr genügsam und pflegeleicht. Eine wöchentlich Flüssigdüngung sorgt jedoch für gutes Wachstum und eine besonders üppige Blütenpracht.

Elegante Erscheinung auf sonnigen Balkonen und Terrassen

Die Sternengeranie eignet sich für Balkonkästen und Gefäße, gerne in Kombination mit anderen Sommerblühern, die ähnliche Ansprüche haben. Damit das Pflanzenarrangement insektenfreundlich wird, greifen Sie beispielsweise auf blauen Ziersalbei, gelbe oder orangefarbene Bidens (Zweizahn), einfachblühende und kompakte Dahlien oder die Fächerblume zurück. So entsteht Sommerlaune bei Ihnen und den Insekten.

Da „Bella Stella“ kompakt wächst, ziert sie auch als Einzelpflanze ein schönes Gefäß. So lässt sie sich als größerer Tischschmuck verwenden oder als Bepflanzung für kleine Balkone. Die weißen Sternblüten leuchten noch in der Dämmerung. So wird der Abend-Drink auf dem Balkon zum (Blüten-)Highlight.

„Bella Stella“ – das macht sie besonders

„Bella Stella“, die Sommerbraut: robust und pflegeleicht, hitze- und trotzdem relativ kältetolerant, trockenheitsverträglich und reich blühend. Doch „Bella Stella“ ist noch mehr: ‘Starry White‘ entstand aus der Kreuzung einer modernen weißen Samenpelargonie und einer alten, blühfreudigen Sorte. Ziel war der Nachhaltigkeitsaspekt, denn sie sollte schon früh, aber mit einem geringen Energieaufwand in den Gärtnereien wachsen und blühen. Und dies ist gelungen, so dass „Bella Stella“ nun in vielen bayerischen Gärtnereien zum Verkauf angeboten wird. Ist Ihre Gärtnerei des Vertrauens dabei? Unter nachfolgendem Link finden Sie weitere Informationen zur Pflanze und zu anbietenden Gärtnereien. https://www.pflanze-des-jahres.de/

 

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2024 – Gartentipp 17 – Tag der Birne – vierter Sonntag im April

Weltweit und in zahlreichen Sorten wird die Birne angebaut. Als zweitwichtigste Kernobstart steht sie jedoch im Schatten des Apfels. Zu Unrecht, finden die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Der Tag der Birne am 28. April 2024 will ihre Bedeutung als gesundes, heimisch erzeugtes oder selbst im Garten angebautes Obst herausstellen.

Im Schatten des Apfels

Als wärmeliebende Obstart gedeihen Birnen nicht überall oder bringen nicht die sortentypischen Geschmackseigenschaften hervor. Früher standen sie daher in warmen Regionen und an geschützten Standorten wie Schloss- und Klostergärten bzw. Wandspalieren. Die Klimaerwärmung mit längeren Vegetationszeiten erweitern die Anbaumöglichkeiten. Die „deliziöse“ Frucht kann nun auch in Bergländern in guten Qualitäten ausreifen.

Von Nachteil ist die im Vergleich zu Apfel geringere Lagerfähigkeit unter „Hausbedingungen“. Selbst Lagerbirnen hielten oft nur bis Januar. Daher wurden von den bis Mai haltbaren Spätäpfel traditionell mehr Bäume, sowohl im Streuobst wie im Hausgarten, gepflanzt.

Obwohl der Handel und vor allem direkt absetzende Obstbetriebe geschmackvolle Sorten inzwischen ganzjährig anbieten, stehen Birnen – anders als in Nachbarländern – in der Gunst der deutschen Verbraucher auf niedrigem Niveau. Werden Äpfel pro Kopf mit 18 kg verzehrt, liegt diese Zahl für Birnen bei lediglich 4 kg.

Vielfalt an Sorten

In Europa geht man von etwa 2000 Birnensorten aus. Für den Frischverzehr bietet der Markt eine Vielzahl zart schmelzender, süß-aromatischer und sehr saftiger Tafelfrüchte an. Diese werden in Erwerbsanlagen produziert, vor allem Sorten wie ‘Conference‘, ‘Vereinsdechant‘, ‘Alexander Lucas‘, ‘Williams Christ‘, ergänzt um Neuheiten wie ‘Novemberbirne‘ (Markenname Xenia) oder ‘Uta‘. Tafelware kann auch aus extensiven Beständen z.B. Streuobstanbau stammen. Hier finden sich „Schätze“ wie ‘Gräfin von Paris‘, ‘Gellerts Butterbirne‘, ‘Gute Luise‘, ‘Clapps Liebling‘ und ‘Köstliche von Charneux‘.

Daneben stehen vor allem in Streuobstwiesen spezielle Sorten für die Saft-, Wein-, Cider- ,Most- und Edelbrandherstellung. Dafür eignen sich unter anderem ‘Gelbmöstler‘, ‘Wahlsche Schnapsbirne‘, ‘Fässlesbirne‘, ‘Palmischbirne‘, ‘Oberösterreichische Weinbirne‘, ‘Champagnerbratbirne‘, ‘Mollebusch‘, ‘Stuttgarter Geishirtle‘, ‘Sußbirne‘ und viele weitere traditionelle Sorten. Wenngleich ihre äußeren Fruchtqualitäten heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, sorgen charaktervolle Inhaltsstoffe für hervorragende Erzeugnisse. Dörr- oder Hutzelbirnen sind als Trockenfrüchte eine Delikatesse – sei es zum Naschen oder der Verarbeitung zu Früchtebrot.

Birnen im Freizeitgartenbau

In Hausgarten und Streuobst werden Birnen nach wie vor in geringem Maße gepflanzt. Gründe sind Schaderreger. Zum einen der Befall durch Feuerbrand, der verstärkt in größeren Anpflanzungen in den Hauptanbaugebieten auftritt. Zum anderen der Birnengitterrost, der zahlreiche orangefarbene, später braune Flecken an den Blättern hervorruft und im Freizeitgartenbau kaum bekämpft werden kann. Dieser Schadpilz kann alle Sorten befallen und ist je nach Standort, vor allem aber je nach Witterung unterschiedlich stark ausgeprägt.

Für kleine Gärten eignen sich Birnenspaliere an Mauern, Zäunen und Wänden. Des Weiteren Säulenbirnensorten wie ‘Decora‘, ‘Obelisk‘, ‘Condora‘, die ohne Anschnitt ähnlich den Säulenäpfeln einen schmalen Wuchs ausbilden.

Birne mehr wertschätzen

Zweifelsohne ist dieses Kernobst gesund, obwohl es etwas mehr Zucker als der Apfel besitzt. In Rahmen der „Five-a-day-Regel“ sollte sie viel mehr sowohl als Tafelfrucht als auch in verarbeiteter Form in die Ernährung einbezogen werden. Besonders Kinder lassen sich durch dieses süße, saftige Obst begeistern. Probieren Sie auch verschiedene Sorten, die vor allem in direkt absetzenden Obstbaubetrieben in Ihrer Region angeboten werden und entdecken Sie dabei die Vielfalt im Geschmack. So werden Sie gewiss Ihren Liebling finden.

Im Übrigen trägt der Verzehr von Birnenprodukten aus dem Streuobstanbau zum Erhalt dieser wertvollen Bestände bei. Die besonderen Erzeugnisse sind Ausdruck der Sortenvielfalt und sorgen für Abwechslung.

Hubert Siegler, Bayerische Gartenakademie

 

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2024 – Gartentipp 16 – Blick in den Garten

Alles grünt und blüht im Garten. Die Bodenfeuchte und die warmen Temperaturen sorgen dafür, dass alles sehr zeitig sprießt und blüht. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie freuen sich darüber, konnten aber auch schon erste Schädlinge beobachten.

Frühe und üppige Blüte

Durch die milden Temperaturen der letzten Wochen, sogar ohne Frostnächte, konnten die Pflanzen zügig durchstarten und wurden im Wachstum nicht gehemmt. Somit liegen wir in der Vegetation um gut drei Wochen früher. In diesem Jahr erfreuten uns die großen Blüten der Magnolien in der schönsten Pracht. Häufig waren sie doch in vielen Jahren frostigen Nächten zum Opfer gefallen. Viel Freude bereiten noch immer Narzissen. Frühe Arten und Sorten waren schon vor einigen Wochen in Blüte und jetzt noch blühen spätere in Weiß und Gelb. Auch andere Zwiebelblumen zeigen sich von ihrer schönsten Seite: Traubenhyazinthen, Blausternchen (Scilla) und die verschiedenen Tulpen. Überwältigende rosa und weiße Blütenträume sind momentan Zierkirschen und Zieräpfel. Auch die Felsenbirne (Amelanchier) überzeugt mit einer weißen Blütenwolke. Leider sorgen die warmen Tage auch für ein rasches Abblühen. An Obstgehölzen blühen bereits Apfel, Birne und Kirsche, während sie bei Zwetschge und Pfirsich schon vorbei ist. Bei schwarzer Johannisbeere, Stachelbeere und Erdbeere dauert es nicht mehr lang, erste Heidelbeerblüten werden gerne von Hummeln beflogen. Verschiedenste Wildbienen (z.B. Mauerbiene, Sandbiene, Blauschwarze Holzbiene, Hummeln), Honigbienen und andere Insekten finden bei einem vielfältigen Blütenangebot Nahrung. Auch Gänseblümchen und Löwenzahn im Rasen sind eine willkommene Nahrungsquelle.

Alles wächst

Das Grün wird stetig mehr: Hainbuchenhecken treiben aus, Stauden schieben sich mehr und mehr aus dem Boden, aber auch unerwünschte Gartenkräuter beginnen zu wuchern. Haben Sie die Möglichkeit ein Eck mit Brennnesseln zu belassen? Dies sind begehrte Futterpflanzen für verschiedene Schmetterlingslarven, z.B. die Raupen des Tagpfauenauges. Die Rasengräser benötigen nun einen regelmäßigen Schnitt. Das Schnittgut können Sie gleich als dünne Mulchschicht auf Baumscheiben, unter Hecken, im Staudenbeet oder frisch bepflanzten Gemüsebeeten verwenden.

Während erste Salate und Kohlrabi, Radies und Möhren in den Gemüsebeeten wachsen, lassen sich schon bald Rhabarberstangen ernten. Frische Kräuter bereichern den Speiseplan und würzen die Mahlzeiten. Beliebt und erntereif sind vor allem Schnittknoblauch, Schnittlauch und Bärlauch sowie Sauerampfer und überwinterte Petersilie.

Erste Schädlinge

Leider entwickeln sich bei den milden Temperaturen auch die Schädlinge sehr schnell. Die gefräßigen Raupen des Buchsbaumzünslers sind von wenigen Millimetern schnell auf einige Zentimeter gewachsen. Die Schäden sind schon erkennbar. Hier muss schnell gehandelt werden, um den Buchs noch einigermaßen ansehnlich zu erhalten.

Blattläuse treten oft zuerst an Rosen auf. An den jungen Trieben wurden sie schon gesichtet. Auch hier ist das manuelle Entfernen (Zerdrücken) an den Triebspitzen die erste Wahl. Rote Blasen an den jungen Johannisbeerblättern deuten auf den Befall durch die Johannisbeerblasenlaus hin. Sie sitzen an der Blattunterseite und durch die Saugtätigkeit entstehen die Blasen.

Lustiges Treiben im Garten

Schon seit einigen Wochen findet man auffallend viele heimische Siebenpunkt-Marienkäfer, die oft unter einer Laubschicht überwintert haben. Sie halten die schon auftretenden Blattläuse in Schacht. Blattläuse sind außerdem Nahrung für kleine Jungvögel. Die Vogeleltern sind schon fleißig beim Nestbau und in Brutlaune. Viele Insekten schwirren durch den Garten auf der Suche nach Nahrung. Mauerbienen und Sandbienen sowie Hummeln sorgen für Nachwuchs und bauen ihre Nester. Was können Sie beobachten? Blicken Sie mit Freude, aber auch mit wachsamem Auge, in den Garten.

 

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2024 – Gartentipp 15 – Ein besonderer Geburtstag – drei Jahrzehnte Bayerische Gartenakademie

Unglaublich, aber wahr: die Bayerische Gartenakademie ist jetzt 30 Jahr! Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie freuen sich, schon so lange als Dienstleister für den Freizeitgartenbau tätig zu sein und stellen diese besondere Anlaufstelle vor, die sich der Belange der Freizeitgärtner annimmt.

Während Gartenbaubetriebe eine zuständige Beratungsstelle haben, waren Freizeit-/Hobbygärtner meist auf sich gestellt. Gut, dass die Bayerische Gartenakademie gegründet wurde.

Aus der „Informationsstelle für Haus- und Kleingärtner“ wird die „Bayerische Gartenakademie“

Im Herbst 1986 begann es an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim mit der „Informationsstelle für Haus- und Kleingärtner“. Schon im darauffolgenden Frühjahr wird das Gartentelefon für die persönliche Beratung eingerichtet. Doch damit nicht genug: erkennbar ist der Bedarf wissenschaftlich fundierte sowie neutrale und unabhängige Informationen auch für den Freizeitgartenbau weiterzugeben. Dies ermöglicht die Angliederung an die LWG. So können den Freizeitgärtnerinnen und Freizeitgärtnern Forschungsergebnisse und Informationen aus den Versuchsbetrieben aktuell und in verständlicher Weise vermittelt werden.

Am 1. April 1994 erfolgt schließlich die Gründung der Bayerischen Gartenakademie durch den damaligen Landwirtschaftsminister Reinhold Bocklet. Sie wird die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland.

Die Bayerische Gartenakademie – umfangreiche Informationen rund um den Garten

Die Bayerische Gartenakademie bietet einen weitreichenden Informationspool rund um den Garten. So gehören auch heute noch kurze Gartentipps und umfangreichere Informationsschriften dazu. Und natürlich das Gartentelefon, an dem an zwei Tagen in der Woche die Fragen der Freizeitgärtner persönlich beantwortet werden. Zeitlich unabhängig können Sie Fragen per Mail stellen.

Entwicklungen und Veränderungen machen auch im Garten nicht halt. Themen wie Biodiversität, Klimawandel und Wassermanagement sowie Urban Gardening rücken in den Focus. Durch neu auftretende Fragen und Probleme der Freizeitgärtner werden die Aufgaben und Tätigkeiten der Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie immer zahlreicher, vielfältiger und komplexer.

Die Freizeitgärtner können sich im Internet fachlichen Rat in unseren Informationsschriften zur Pflege und Gestaltung von naturnahen Gärten holen. Der Gartenblog bietet wöchentlich kurz und knapp Aktuelles aus dem Garten, oft von der Gemüseschaufläche in Veitshöchheim, die Gemüse unter verschiedenen Aspekten in den Mittelpunkt stellt. Ebenfalls jede Woche erscheint der Gartentipp, der einen kurzen Blick auf interessante Garten-Themen wirft und auch von der Presse aufgenommen wird und dort bayernweit erscheint. Im monatlichen Gartencast können Sie Gartentipps vom Fachmann zu einem tiefer ausgeführten Thema hören.

Bei Seminaren und Fachführungen zu verschiedenen Gartenthemen eröffnen sich Möglichkeiten den direkten Kontakt von interessierten Freizeitgärtnern und der Bayerischer Gartenakademie zu pflegen. Durch Online-Seminare mit Vorträgen werden Gartenthemen der breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht, die zuhause am Bildschirm verfolgt werden können. Auch die Jüngsten werden an den Garten herangeführt. In Kinderworkshops werden Themen wie Nützlinge, Bienen, Obst und Boden kindgerecht behandelt und mit Aktivitäten greifbar gemacht.

Die Mitarbeiter der Bayerische Gartenakademie stehen bei Fachfragen Beratern staatlicher Stellen und Verbänden zur Verfügung. Zudem pflegt die Bayerische Gartenakademie ein Netzwerk mit anderen Gartenakademien und den Freizeitgartenbauverbänden, übernimmt Koordinierungsfunktionen im Bereich des Freizeitgartenbaus. Durch spezielle Seminare erfolgt die Schulung von Multiplikatoren der Vereine und Verbände, die dann wieder als Berater vor Ort tätig sind und ihr Wissen an andere Hobbygärtnerinnen und -gärtner weitergeben. Immer wieder werden neue Projekte aufgenommen und durchgeführt, denn der Garten bietet ein ungemein umfangreiches Themen-Potential.

Immer wieder wenden sich Redakteure von Print- und Online-Medien an die Fachleute, um fachliche Unterstützung bei Gartenthemen zu bekommen. Im Fernsehen sehen Sie ab und zu kurze Sequenzen mit Akteuren der Bayerischen Akademie. Und auch im Hörfunk sind wir präsent. Schon seit einigen Jahren geben Experten der Bayerischen Gartenakademie aktuelles Fachwissen und wertvolle Gartentipps auch im Radio an die Freizeitgärtnerinnen und Freizeitgärtner weiter. Sie greifen gärtnerische Themen auf und beantworten spezielle Fragen im Bayerischen Rundfunk, Antenne Bayern und verschiedenen Lokalsendern. Einen festen Platz im Hörfunk gilt der Gartensprechstunde in der Sendung „Habe die Ehre“ auf dem Sender BR-Heimat. Von März bis Oktober geht es einmal monatlich freitags von 10 bis 12 Uhr um aktuelle Themen rund um den Garten. Vorab und während der Sendung gestellte Fragen beantworten die Experten der Bayerischen Gartenakademie live im Studio. Auch Zuhörerinnen und Zuhörer außerhalb Bayerns bis nach Neuseeland verfolgen die Gartensprechstunde. Nächste Termine sind 12. April und 17. Mai 2024.

Wer möchte schöne Gärten sehen? Gartentourismus ist im Kommen. Absolventen der Qualifizierung Gästeführer „Gartenerlebnis Bayern“ führen durch private und öffentliche Gärten sowie Parks in ganz Bayern. Führungen durch die Schaugärten und Versuchsflächen der LWG geben Einblicke in die Arbeit der Betriebe in Veitshöchheim und informieren zu verschiedenen Aspekten im Garten. Auch Streuobst liegt im Trend und der Streuobstpakt Bayern hat inzwischen Fahrt aufgenommen. So führt die Bayerische Gartenakademie zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Instituten und Fachbereichen die Qualifikation Gästeführer „Streuobsterlebnis Bayern“ durch. Gästeführer sind „Botschafter“ ihres Metiers und geben das besondere Wissen rund um gärtnerische Themen unserer Kultur- und Gartenlandschaft weiter. Außerdem bildet die Bayerische Gartenakademie Zertifizierer für die Gartenzertifizierung “Bayern blüht – Naturgarten” aus. Diese beraten interessierte Gartenbesitzer im Sinne der Ziele der Naturgartenzertifizierung und zertifizieren angefragte Gärten.

Die Gartenkultur und auch die „Gärtner“ haben sich verändert. Verschiedenartige Gartenliebhaber brauchen Beratung und Hilfestellung bei ihrem Garten; seien es „Urban Gardener“, sogenannte Selbstversorger oder auch entspannungsorientierte Gärtner. Das Ziel der Bayerischen Gartenakademie ist stets die Beratung zu einem naturnahen und abwechslungsreichen Garten, der auch mit den neuen Anforderungen an das Klima zurechtkommt und Wohlfühlort für alle wird.

Lernen Sie die Bayerische Gartenakademie kennen und nutzen Sie das das umfangreiche Informationsangebot! Hier finden Sie viele Antworten zu Ihren Fragen, Sie erfahren Aktuelles und erhalten fundiertes Wissen, das sich über viele Jahre aufgebaut hat. Wir hoffen, Ihnen weiterhin ein kompetenter Ansprechpartner für den Garten zu sein und zu bleiben. Dann heißt es in fünf Jahren: unglaublich, aber wahr – die Bayerische Gartenakademie wird 35 Jahr!

 

(Bilder:  Verschiedene Autoren © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

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2024 – Gartentipp 14 – Ein Garten hält gesund

„Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten“. Diese Aussage von Gärtner Pötschke freut alle Freizeitgärtner, denn sie zeigt, wie umfassend gesund ein Garten sein kann. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie zeigen ein paar der vielfältigen Aspekte auf.

Der Weltgesundheitstag am 7. April gibt Anlass, auf die gesundheitlichen Aspekte des Gartens einzugehen: sei es die Ernährung mit eigenem Obst und Gemüse oder die Bewegung im Garten.

Obst und Gemüse: besondere Produkte aus dem Garten

Selbst in einem kleinen Garten, auf nur wenigen Quadratmetern, ist es möglich eine Vielfalt verschiedener Gemüsearten und auch manches Obst anzubauen. Und was ist frischer als von der Pflanze in den Mund? Sei es die rote Erdbeere, der knackige Apfel, der frische Salat, die junge Möhre oder das Radies. Hier können Sie nach Bedarf und Laune anbauen und ernten. Zudem haben Sie Einfluss auf den Anbau und die Pflege der Pflanzen.

Sie pflanzen an, was Ihnen besonders gut schmeckt und gelingt. Auch Neuheiten oder Besonderheiten/Spezialitäten können gut ausprobiert werden. Experimentierfreudige versuchen beispielsweise Neuseeländer Spinat, Süßkartoffeln, Gemüsesoja/Edamame, Erdnuss und Kichererbsen im Gemüsebeet. Schwarze, rote und gelbe Himbeeren, verschiedene Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren bereichern den Naschobstteller. Die Schwarze Apfelbeere Aronia ist ein weiteres Superfood aus dem Garten. Natürlich begrenzt die Gartengröße die Vielfalt der Anbaumöglichkeiten. Aber mit klugen Überlegungen kann auch ein Balkon gesunde Frische liefern; z.B. Kräuter, Salate und Erdbeeren in Balkonkästen und Kisten, Tomaten und Beerenobst im Kübel.

Der Garten für die Gesundheit und das Wohlbefinden

Gartenarbeit hält fit. Durch die fast täglichen Arbeiten draußen im Freien kommt der Kreislauf in Schwung. Außerdem ist Gartenarbeit sehr abwechslungsreich. Mit Umgraben, Rückschnitt, Unkrauthacken und Jäten, Gießen, Säen und Pflanzen werden verschiedene Muskeln beansprucht. Selbst im fortgeschrittenen Alter sind regelmäßige Arbeiten im Garten möglich. Sie halten fit und mobil – Gartengymnastik.

Gartentherapie oder Therapiegarten? Ein Garten ist gut für die Psyche. Er lässt sich mit allen Sinnen wahrnehmen. Denken wir an den Duft der Blüten und Kräuter, die bunten Farben der Blumen im Frühling und der Blätter im Herbst, das Plätschern von Wasser, das Summen der Insekten……und natürlich der Geschmack von süßen Beeren, würzigen Kräutern und frischem Gemüse. Der Garten ist ein Genussort, der zudem entspannt und belehrt, wenn wir es zulassen. Denn ein Garten ist bei weitem nicht nur mit Arbeit verbunden. Doch beispielsweise auch das Unkrautjäten kann zur Therapie werden, wenn man Ablenkung braucht und Arbeiten ohne viel Denken. Ein Stück Garten erdet. Er bringt uns bei, wie sich die Natur verhält, dass es Zeit und Geduld braucht, bis eine Pflanze wächst und Ernte bringt. Witterung und Jahreszeiten verändern das Gartenbild fast täglich. Wir erleben dadurch die Jahreszeiten bewusster. Es gibt immer etwas zum Schauen und Staunen.

Der Garten für Biodiversität und Klima

Ein naturnaher Garten ist ein Paradies für viele: für uns Menschen, aber auch für Tiere. Durch die Vielfalt an Pflanzen, die Blüten und Früchte hervorbringen fühlen sich Insekten, Vögel und kleine Säugetiere wohl. Die Vielgestaltigkeit mit Wasserstellen und Teich, Totholz, Hecken und Trockenmauern bietet verschiedensten Tieren Lebensraum und Unterschlupf.

Ein Garten definiert sich aber auch durch sein „Grün“. Große Bäume spenden kühlen Schatten. Aber auch kleine Bäume und Sträucher verbessern mit ihren Blättern die Luft. Die Verdunstung grüner Blätter kühlt die Umgebung. Sogar kleine Pflanzen zwischen Pflasterwegen sind wichtig. Geschickt eingeplant, verlängert sich der Aufenthalt im Garten, auch an heißen Tagen.

(Bilder:  Verschiedene Autoren © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

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2024 – Gartentipp 13 – Frische Kräuter zum Osterfest

Wie schön, dass es Frühling ist! Es ist die Zeit des Erwachens nach dem Winter. Mit frischem Grün verschiedener Kräuter können Sie die Osterspeisen würzen. Die Fachleute der Bayerische Gartenakademie geben Tipps zu Kräutern, die auch jetzt schon im Garten zu finden sind.

Kräuter bieten im Frühling schon die ersten Vitamine gegen den Winterblues. Ein paar Pflanzen spitzen im Garten aus der Erde, andere bietet der Handel im Topf an.

Speisen mit frischem Grün

Traditionell gibt es am Gründonnerstag Eierspeisen mit grünen Zutaten. Meist Spinat, kann er doch mit jungen Brennnessel- und Gierschblättern aus dem „wilden Eck“ des Gartens ersetzt oder angereichert werden. Für die „Grüne Soße“ finden die feingehackten Kräuter Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch Verwendung; anderenorts auch mit Dill und Zitronenmelisse.

Nutzen Sie auch für den Osterbrunch frische Kräuter. Schnittlauch, Petersilie und Kresse werden oft als Garnierung verwendet, aber auch die feinen Triebe des Gewürzfenchels. Kresse können Sie noch ganz schnell auf der Fensterbank anziehen, um sie an den Ostertagen zu nutzen. Innerhalb einer Woche haben sie erntefähige Keimlinge. Übrigens sieht es auch hübsch als Tischdekoration aus, wenn z.B. aus kleinen Schälchen, Eierkartons, leeren und gesäuberten Eierschalen kleine grüne Kresse sprießt.

Für das Brot mit Kräuterbutter verwenden Sie Kräuter, die Ihnen zur Verfügung stehen. Vieles treibt neu und frisch. Junge Austriebe der Zitronenmelisse geben einen fruchtigen Frischeton. Auch Sauerampfer und überwinterte junge Borretschblätter sowie die ersten Schnittlauchhalme, Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze kann man gut nutzen. Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. Vergessen wir nicht den Bärlauch, der kräftig Blätter schiebt. Er ergänzt mit Knoblaucharoma, wirkt aber nicht aufdringlich.

Wo die Frühlingssonne fehlt und kalte Temperaturen das Wachstum stoppen, können Sie in kälteren Regionen Vlies über die Kräuter legen. Das regt das Wachstum der Kräuter an.

Sie ärgern sich über „Unkräuter“ im Garten? Viele Wildkräuter bringen ebenfalls Würze in den Speiseplan. Gerade wenn sie jung aus der Erde kommen, sind die Blättchen noch zart und schmackhaft. Dazu gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Löwenzahn, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche, z.B. in Salaten, verwendet werden können. Dekorativ schmücken die Blüten von Gänseblümchen und Veilchen. Ganz nach dem Motto: iss dein „Unkraut“ einfach auf!

Ostergeschenke mit Würze

Warum nicht mal zu Ostern Kräuter verschenken? In Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel finden Sie verschiedene Kräuter in Töpfen. Viele sind winterhart und können schon bald ins Freie gepflanzt werden, sei es im Kräuterbeet oder in ein Gefäß auf Balkon oder Terrasse. Denken Sie an den Frostschutz. Die Kräutertöpfe wurden im Gewächshaus angezogen und vertragen die Minustemperaturen nicht. Basilikum braucht noch längere Zeit einen Platz auf einer hellen Fensterbank, denn er ist sehr kälteempfindlich. Achten Sie grundsätzlich auf die Pflegeangaben bei den Kräutern. Nicht alle vertragen die kalten Temperaturen gleich gut und werden wie eine Kübelpflanze frostfrei überwintert. Manche Kräuter sind auch nur einjährig, so dass eine Überwinterung gar nicht möglich oder nötig wird.

Kräuter würzen nicht nur unser Essen. Durch den Duft wirken Sie auch auf unser Gemüt und heben die Stimmung. Wenn sie später blühen, sind sie wahre Insektenmagnete und locken Bienen und andere Insekten in den Garten oder auf den Balkon. Verschenken Sie mit Kräutern würzige grüne Osterfreude, auch mal etwas Ausgefallenes – an Familie, Freunde und an sich selbst!

(Bilder:  Verschiedene Autoren © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

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